Sieben Fun Facts über mich, Sabine Musseleck
... die eigentlich keiner wissen will - oder vielleicht doch? Na dann, los geht's:
Mein Schweizer Messer habe ich immer dabei
Ohne mein mein Multifunktionstool gehe ich nicht aus dem Haus. Schon als Kind hatte ich ein kleines Taschenmesser. Jetzt habe ich ein ganz besonderes Schweizer Messer, denn es nicht rot, sondern schwarz:

Ich habe es 2003 als Abschiedsgeschenk von einem Arbeitgeber aus der Schweiz erhalten.
Ich zelebriere kuriose Feiertage
Ich habe einen Spleen: ich zelebriere gerne kuriose Feiertage.
Das begann (wenn ich mich recht erinnere) am 12. November 2009 mit dem Tag der schlechten Wortspiele. Diesen Tag feiere ich bis heute jedes Jahr in epischer Breite, mit möglichst vielen Leuten und schallendem Gelächter.
Als nächstes kam der 17. Februar hinzu: Tag der grundlosen Nettigkeit bzw. Day of Random Kindness.
Während des Lock-down in der Pandemie habe ich mit meiner Familie weitere Feiertage zelebriert, zum Beispiel den Tag der Kissenschlacht:

Den Schachtelsatz-Tag habe ich letztes Jahr bereits zelebriert: Siehe mein Blogbeitrag vom 25.02.2024.
Inzwischen nutze ich kuriose Feiertage nicht nur um mir selbst gewisse Dinge und Aspekte des Lebens bewusst zu machen, sondern auch als Aufhänger für mein Marketing.
Der einhändige Dekolleté-Griff
Manche Dinge (die mir besonders zu Herzen gehen) erfordern den einhändigen Dekolleté-Griff:

Es gibt nur eins, was den einhändigen Dekolleté-Griff übertrifft und entsprechend selten zur Anwendung kommt: der doppelte bzw. beidhändige Dekolleté-Griff. Logisch, oder?
42mal hintereinander sang ich "Guten Abend, gut' Nacht"
Das war 2008 an einem warmen August-Abend im Urlaub bei Verwandten in Süd-Frankreich. Ich wollte, dass unsere Älteste endlich einschlief, damit auch ich wieder mit tafeln konnte.
Was ich nicht bemerkt hatte: alle konnten es hören. Jemand hat tatsächlich mitgezählt - sonst wüsste ich gar nicht, wie oft ich dieses Lied an jenem Abend gesungen habe.
Eine der französischen Tanten bat mich um Titel, Komponist und Noten - ich schickte sie ihr, und als sie sah, dass es das Wiegenlied von Johannes Brahms war, nahm sie es mit in ihren Chor. Seitdem singen sie es wohl als Rausschmeißer am Ende jedes Konzerts.
Ich mag kleine Dinge
Das bedeutet nicht unbedingt, dass es Miniatur-Ausgaben von Dingen sein müssen. Mir gefallen kleine Dinge, weil sie handlich sind und nicht viel Platz brauchen.
Zum Beispiel habe ich privat seit Jahrzehnten - wenn überhaupt - nur sehr kleine Umhängetaschen dabei. Dass da nur Mini-Ausgaben von Dingen hineinpassen, ist klar. Deshalb nutze ich am liebsten die Mini-Zellstofftaschentuch-Packungen und habe ein entsprechend kleines Mäppchen für Ausweise, Geld und Karten sowie einen wirklich kleinen Kugelschreiber:

Meine erste Interrail-Tour habe ich mit über 50 gemacht
Das war ein Geschenk von meinem Mann an mich zum 50jährigen Jubiläum von Interrail 2022. Da gab es erstmals Interrail-Tickets "für ältere Leute"...
Warum ich noch nicht früher auf Interrail war? In meiner Jugend war ich erst mit politischem Umbruch, dann Auswanderung und gesundheitlichen Problemen beschäftigt. Während des Studiums war ich wieder mehrere Jahre lang ernsthaft krank und hatte deshalb einfach kein Geld. Und dann war ich plötzlich zu alt.
Diese Reise 2022 habe ich gemeinsam mit meinem Mann und unserer Ältesten durch 11 Länder gemacht. So viele Eindrücke und Erinnerungen! Das war eine meiner schönsten Reisen:

Ich feiere unfreiwillige Komik
Bereits seit frühester Jugend tue ich das mit tiefer Überzeugung und herzhaftem Gelächter. Übrigens auch und besonders bei mir selbst, z.B. Versprecher oder Situationskomik.
Ganz besonders aber schätze ich die Werke der schlesischen Dichterin Friederike Kempner und der US-amerikanischen Musikliebhaberin Florence Forster-Jenkins.
Zu meinen schönsten Erinnerungen gehört, wie meine Großmutter oder mein Vater Friederike Kempners Gedichte rezitierten und daraufhin fast die gesamte Großfamilie Tränen lachte. Kostprobe gefällig? - Bitteschön:
Wenn der holde Frühling lenzt
Und man sich mit Veilchen kränzt,
Wenn man sich mit frischem Mut
Schnittlauch in das Rührei tut,
Wallen durch des Menschen Säfte
Neue, ungeahnte Kräfte -
Jegliche Verstopfung weicht,
Alle Herzen werden leicht.
Und das meine fragt sich still:
"Ob mich dies' Jahr einer will?"
Florence Forster-Jenkins lernte ich kennen, als eine Cousine meines Vaters ihm ihre Schallplatte zum Geburtstag schickte. Da war ich 17 Jahre alt. Als mein Vater und ich die Platte gemeinsam zum ersten Mal anhörten, haben wir uns beide vor lachen buchstäblich in die Hosen gemacht.
Übrigens, vor ihrem Klavierbegleiter Cosmé MacMoon habe ich allerhöchste Hochachtung.
Wenn du den Film von Stephen Frears mit Meryl Streep als Florence Forster-Jenkins gesehen hast, verstehst du mich vielleicht.