Warum Seelische Gesundheit mein Thema ist

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Weder ein Studium noch irgendeine andere Ausbildung auf dem Fachgebiet der Psychologie habe ich vorzuweisen. Trotzdem ist Seelische Gesundheit und Mentale Selbsthilfe mein Herzensthema.

Wahrscheinlich deshalb wurde ich schon einmal als die Erin Brokovich der Psychologie bezeichnet. Dieser Vergleich schien mir zunächst sehr seltsam, aber nach längerem Nachdenken entdeckte ich einige Parallelen zwischen ihr und mir: ich kann bei echten Problemen nicht wegsehen, denke praktisch und rede Klartext. Mit mir kann man offen reden (höre ich immer wieder), eben weil ich keine ausgebildete Psychologin oder Psychotherapeutin bin.

Seelische Krisen sind meist unsichtbar und still

Wenn sich jemand körperlich verletzt hat, können sofort alle sehen, was los ist. Seelische Verletzungen und Krisen kann niemand direkt sehen. Jedenfalls die meisten Menschen nicht. Personen, die eigene Erfahrungen damit gemacht oder entsprechende Ausbildungen absolviert haben, schon eher.

Sogar Betroffene merken es oftmals auch selbst zu spät oder gar nicht, dass sie in seelischen Krisen stecken. Das ist meiner Erfahrung nach mit ein Grund für ihr Schweigen. Und dann ist da noch die Scham. Und die Befürchtung, dass einem niemand glaubt (weil's niemand sehen kann). Immer noch.

Viele sprechen nicht darüber, obwohl es statistisch gesehen einen von fünf Menschen betrifft. Das sind 20% - ein Fünftel, also ziemlich viel. Und trotzdem wurde bis vor kurzem fast völlig darüber geschwiegen.

Dieses Schweigen ist ein Problem:

Betroffene fühlen sich allein und wissen nicht weiter

Wenn kein Mensch über ein Thema spricht, dann ist es gewissermaßen auch nicht da. Jedenfalls scheint es so. Deshalb scheint es Personen, die sich in seelischen Krisensituationen befinden, auch so, als ob es nur sie mit diesem Problem gäbe. Deshalb fühlen sie sich allein, obwohl sie es vielleicht gar nicht sind.

Reden und zuhören hilft

Zuhören ohne zu urteilen ist der wichtigste Teil bei der Mentalen Ersthilfe. Deshalb feiere ich jedes Jahr auch den Welttag des Zuhörens:

Blog-Artikel "Zum Welt-Zuhör-Tag" lesen

Erst wenn du Dinge, die dich quälen, benennst, kannst du sie klar sehen. Und dadurch verlieren sie ihren Schrecken. Dann kannst du beginnen, etwas gegen sie zu unternehmen.

Also: sei mutig und sprich mit jemandem! Wenn du niemanden hast oder niemandem in deinem Umfeld traust, dann ist das Problem kleiner als du glaubst.

Auch hier und in meinem Ratgeber "Mein Krisen-Set. Erste Hilfe für die Seele durch Selbstfürsorge" (siehe auch weiter unten) findest du viele Anlaufstellen in Deutschland, Österreich und Schweiz:

Blog-Artikel "Adressen & Nummern ür den seelischen Notfall" lesen

Oder du wirfst direkt mal einen Blick in den bundesdeutschen Mut-Atlas, indem du aufs Bild klickst:

Mut Atlas Wegweiser psychische Gesundheit - Logo. Ein Klick auf das Bild führt direkt auf die Mut Atlas-Website

Dort findest du auf einer interaktiven Deutschland-Karte alle möglichen Hilfeangebote zur psychischen Gesundheit - von Selbsthilfe-Angeboten bis professionellen Therapien.

Woher weiß ich das alles über seelische Krisen?

Ganz einfach: ich habe schon ziemlich früh begonnen, Erfahrungen mit Krisen zu sammeln. Aus meiner heutigen Sicht als Erwachsene zu früh.

Soweit ich mich erinnern kann, habe ich mit 10 Jahren zum ersten Mal bewusst eine eigene seelische Krise erfolgreich alleine bewältigt. Kurz danach folgten ziemlich schnell noch einige mehr.

Als Mentale Ersthelferin bin ich wohl ein Naturtalent

Als die Mutter meiner besten Freundin starb, waren wir beide 13 Jahre alt. Anscheinend konnte ihr niemand aus ihrer Familie beistehen. Das konnte ich kaum ertragen. Also habe ich - ohne zu wissen, was ich tat - versucht ihr zu helfen. Sie war ja meine Freundin. Damals habe ich meiner Meinung nach auch nicht viel getan. Ich war einfach da, habe mit ihr geschwiegen oder ihr zugehört und sie gegen einen Lehrer verteidigt, als sie selbst nicht für sich einstehen konnte. Jahre später erst konnte sie mir sagen, dass ich damals genau das Richtig getan hatte, und hat sich bei mir dafür bedankt.

Mentale Selbsthilfe war für mich der einzig mögliche Weg

Als selbst denkender Teenager in der DDR wurde das Leben danach nicht leichter für mich. Und mit jemandem darüber zu reden, barg immer ein ziemlich großes Risiko. Also entwickelte ich allein und im Verborgenen verschiedene Strategien, wie ich mit all meinem Frust und seelischen Leid fertig werden konnte. Eines meiner schlimmsten Erlebnisse hatte ich ungefähr einen Monat vor dem endgültigen Zusammenbruch der DDR.

Auch nachdem ich das Land verlassen hatte, holten mich vergangene seelische Krisensituationen immer wieder ein. Ich musste mich einfach damit auseinandersetzen, wenn ich bei Verstand bleiben wollte. Also habe ich mich damit auseinandergesetzt.

  • Nutzen: Andere fühlen sich verstanden und weniger allein.
  • Story: Dein persönlicher Zugang (40 Jahre Erfahrung, eigene Krisen).

Ich will zeigen, dass und wie Mentale Selbsthilfe geht

Das Wichtigste zuerst: in eine seelische Krise kann jeder geraten.
Jederzeit. Aus verschiedenen Gründen. Also kein Grund, sich selbst für die Ursache einer seelischen Krise verantwortlich zu machen.
Selbst verantwortlich bist du dafür, ob und wie du mit einer solchen Situation umgehst.
Also: tu was. Etwas, was dir gut tut. In ganz kleinen Schritten.

Das kannst du auch. Genau dafür habe ich auch meinen Ratgeber geschrieben:

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Sofort-Hilfe für die Seele in 7 Schritten

Meine Playlist für seelische Krisen

"Hey" von Andreas Bourani

Aktionswoche Seelische Gesundheit 10.-20. Oktober

Ich will meinen Beitrag leisten

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